Holzsorte bei alten Fernrohren, bitte um Hilfe bei der Bestimmung der Holzart

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Kowaist
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Holzsorte bei alten Fernrohren, bitte um Hilfe bei der Bestimmung der Holzart

Beitrag von Kowaist » Dienstag 20. November 2018, 17:50

Zur Ergänzung: es ist die Tage noch ein zweites Plössl Wien hinzugekommen, dürfte etwas älter sein als das bisherige, evtl ca 1830.. Wohl das gleiche Mahagoni... Auffällig ist die Maserung mit den Ministrichen in Holz...

Ist das im Bild oben bzw das links in der Nahaufnahme...

Hinten die Messingauszühe und die Linsen sind sehr ähnlich, nur das ältere hat (auch erkennbar an den Schrauben) den Tubus in Vollholz und nicht Furnier um einen Messingtubus.

Ich habe noch zwei Fernrohre, die wohl mal mit Farbe überpinselt wurden. Könnte man die Farbe abschleifen und dann (womit, Schellack?) so lackieren wie die anderen?

Grüsse
Harald
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silberfreund
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Holzsorte bei alten Fernrohren, bitte um Hilfe bei der Bestimmung der Holzart

Beitrag von silberfreund » Mittwoch 21. November 2018, 14:08

Dieser Faden hat mich neugierig gemacht. Wohl von meinem Urgroßvater habe ich ein Fernrohr - ich vermute 2. Hälfte 19. Jahrhundert - das keinerlei Beschriftung aufweist. Die Holzart dürfte Mahagoni sein. Kann man an irgendwelchen Merkmalen erkennen, ob es deutsch
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oder ausländisch ist. Es hat ein verschließbares Okular, eine Länge von 17 cm, einen vorderen Linsendurchmesse von 3,4 cm und kann dreifach ausgezogen werden. Ich hoffe der hier versammelte Sachverstand kann mir helfen.
MfG silberfreund

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Beitrag von Kowaist » Mittwoch 21. November 2018, 22:21

Hallo Silberfreund,

tja, eher schwierig. Ich müsste es selber sehen und vor allem zerlegen, um an Indizien zu kommen.
Mir kommt es fast zu schön vor...

Zur Slterbestimmung müsste ich die Linsen sehen. Evtl kannst Du die LInsengruppe vorme mal rausschrauben und ein Foto von der Objektivgruppe, auf weißem Papier liegend, machen. Am Farbstich des Flintglases kann man gewisse Alters.aussagen machen.

Umd evtl mal die Züge auseinanderschrauben (geht problemlos), da würde ich gerne die Hülsen für die Züge sehen...

Bsp Foto die Hülsen eines echten Fraunhofer Fernrohrs vor 1818... Und das Foto des Objektivs mit dem grünstich, ab ca 1840/50 ist der dann verschwunden dank besserer Glasrohstoffe.

Grüße
harald
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Beitrag von silberfreund » Donnerstag 22. November 2018, 19:05

Hallo Kowaist,
ich bin Ihrer Empfehlung gefolgt und habe das Fernrohr auseinandergeschraubt. Der erste Tubus hat nur am Okular und am anderen Ende eine Linse, der nächste Tubus hat gar keine Linse, der dritte hat ebenfalls keine Linse, der Haupttubus hat nur die Linse vorne (ohne Grünstich), also keine Linsengruppe, wohl ein einfacheres Modell.
MfG silberfreund
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Holzsorte bei alten Fernrohren, bitte um Hilfe bei der Bestimmung der Holzart

Beitrag von reas » Donnerstag 22. November 2018, 19:51

Kowaist hat geschrieben:
Dienstag 20. November 2018, 17:50
Ich habe noch zwei Fernrohre, die wohl mal mit Farbe überpinselt wurden. Könnte man die Farbe abschleifen und dann (womit, Schellack?) so lackieren wie die anderen?
Hallo Harald,

das wäre sehr gut denn Du Hast da ganz tolle Hölzer, wer weiß was sich noch unter den Lackschichten verbirgt. Kannst das Holz noch ölen und anschließend nach der Trocknung mit Schellack polieren, damit erreichst Du die schönste Oberflächenbehandlung.

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Beitrag von Kowaist » Donnerstag 29. November 2018, 23:53

Hallo Silberfreund,

Ist der Tubus mit Holz ein Messingtubus mit Furnier oder ein kompletter Holztubus mit Messingköpfen vorn und hinten.

Im Okulartubus sollten aber vorne und hinten je zwei Linsen sein (hinten die zwei eines Huygens-Okulars, vorne die zwei Linsen der Schyrle-Umkehrgruppe, damit das Bild nicht auf dem Kopf steht.

Das Objektiv sind sicherlich zwei Linsen, ggf auch verkittet.Möglicherweise in einer Fassung nicht/schlecht zerlegbar.
Ob es zwei Linsen sind, kann man zerlegungsfrei an der Zahl der Reflexe bei Licht von oben bestimmen.
4 starke Reflexe: 2 getrennte Linsen, nur zwei starke Reflexe: verkittet.
Das Okular muss als optisch gute und verzerrungsfreie Lupe funktionieren, dann ist ein Achromat. Grün muss es nach 1830 wirklich nicht mehr sein, bei allem was jünger ist, muss das Okular perfekt farblos sein.

Von den Fotos finde ich nicht, das es billig aussieht, die Schiebehülsen sind recht ordentlich...

Grüße
Harald
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Holzsorte bei alten Fernrohren, bitte um Hilfe bei der Bestimmung der Holzart

Beitrag von silberfreund » Sonntag 2. Dezember 2018, 12:52

Hallo Kowaist,
der Tubus mit Holz scheint ein Messingtubus zu sein; jedenfalls ist das Gewinde für die Hülse auf der dem Objektiv abgewandten Seite in Messing eingeschnitten, mitten im Tubus wird das Messing bis zum Gewinde für das Objektiv schwarz, so dass die Materialbestimmung schwierig ist, aber ich glaube, dass der Tubus zur Gänze aus Messing mit Holzfurnier besteht.
Ob am Okular 2 Linsen verbaut sind, kann ich nicht erkennen; auf der anderen Seite aber auf jeden Fall (s. Foto).
Das Objektiv besteht wohl aus 2 Linsen, die möglicherweise zusammen geschraubt sind (s. Foto, Gewinde in Gewinde))
MfG silberfreund
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