Dias sowie Fotoalben aus dem ersten Weltkrieg

Sammler alter militärischer Fotos treffen sich hier
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DeklanMö
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Dias sowie Fotoalben aus dem ersten Weltkrieg

Beitrag von DeklanMö » Donnerstag 9. Juli 2015, 10:40

Hallo zusammen,

Wir haben letzten Woche mal unseren Keller ausgeräumt und dabei Dias sowie Bilderalben aus dem 1. Weltkrieg gefunden.

Was kann man mit so welchen machen? Zum wegwerfen aufjedenfall zu Schade.
Was meint Ihr? Kann man diese verkaufen und wenn ja worauf muss man beim Verkauf achten? Hab Ihr Preisvorschläge?

Vielen Dank im voraus für eure Antworten
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Pikki Mee
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Beitrag von Pikki Mee » Donnerstag 9. Juli 2015, 11:19

Moin,

gebe nur mal meine Meinung/Erfahrung dazu. Gesucht und meist nicht schlecht bezahlt wird sowas immer. ABER: so was als Militaria oder generell Zeitdokument wegzugeben, sollte doch etwas sorgfältig geschehen.

Zum einen wegen, sagen wir mal Verantwortung - zum anderen kann für ein wenig Mühe mehr Geld bei gezielten Verkäufe drin sein.

- erst mal überprüfen, ob es für Dich/Deine Familie, Familiengeschichte relevant ist. Auch wenn Du glaubst, dass nicht - denk an die Enkel :wink:

- mach Abzüge/Sicherungskopien/Digitalisate

- wenn die Entscheidung zum Abgeben gefallen ist, schau Dir vor allem ganz genau an, was oder wer auf den Bildern ist. Wenn Du selbst nicht weiterkommst frag ältere Leutz, die manchmal noch was aus Erzählungen von Eltern oder Großeltern wissen.

- wenn es einen regionalen Bezug hat, versuche zuerst Kontakt zu offiziellen Stellen wie Stadt, Heimatmuseum, Heimatforschern, Vereinen etc. Jedes Photo-Negativ oder Dia aus der Zeit ist meist einmalig. Man kann nie wissen, ob man nicht was einzigartiges dabei hat...

Denn es gibt ja auch Historiker, die sich generell mit der Zeit befassen und nicht nur mit dem :evil:

- wenn Du weitere Details findest, z. B. über Fliegzeuge, Orts-/Gebäudeansichten etc. kann das für Sammler von Material darüber interessant sein.

- wenn Du nicht weiter kommst, versuch ich Dir natürlich gern zu helfen.

- wenn gar nichts mehr geht - irgendeinen Miltaria-Händler kann man dann immer noch kontaktieren.



Grüße * Pikki

DeklanMö
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Beitrag von DeklanMö » Donnerstag 9. Juli 2015, 15:52

Das klingt ja schonmal gut.

Ich such mal die Bilder ab und Frage meine Oma, was Sie darüber weiss.

Bekommt man denn von einer Behörde oder Gemeinde Geld dafür?

Wie sieht es denn sonst aus? Kann man auch schätzen lassen, was sowas Wert ist?

Wäre ja mal Interessant. Wenn du sagst, man kann dafür Geld bekommen klingt das gut. Dennoch weiß ich nicht was das heißt.

Abzüge mache ich aufjedenfall für die Nachkommen ;)

Vielen Dank!

Bergkristall
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Beitrag von Bergkristall » Donnerstag 9. Juli 2015, 17:50

Hi DeklanMö,

wenn sich eine öffentliche Institution dafür interessiert, dann wird diese mit ziemlicher Sicherheit nicht viel Geld dafür ausgeben können. Ich weiß aus eigener leidvoller Erfahrung, dass der Kulturbereich finanziell sehr schlecht ausgestattet ist. Vielleicht hast Du Glück und es kann von dem Archiv oder Museum auf einen Sponsor zurückgegriffen werden, aber hohe Summen sind in den meisten Fällen nicht zu erwarten. Ich selber habe oft genug nur steuerlich absetzbare Spendenbescheinigungen als Gegenleistung anbieten können.

Ob sich ein Militariasammler findet und was der dann bezahlt, ist auch eine Frage die kaum zu beantworten ist. Solche Nachlässe sind ausgesprochen schwer im Wert zu taxieren und meistens erstaunlich wenig gefragt. Nur wenn es sehr interessante Motive sind, z.B. wenn durch Zufall bedeutende Personen der Zeitgeschichte mit enthalten sind, können höhere Summen erzielt werden.
Alles Gute

Lis

old gardenman
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Beitrag von old gardenman » Freitag 10. Juli 2015, 11:10

Hallo DeklanMö,

die örtlichen Archive und Museen haben in der Regel durchaus Interesse an Bildmaterial aus Deiner Region.

Jedoch ist der finanzielle Rahmen für Aufkäufe moistens sehr knapp bemessen - oft wird erwartet das die Negative/Bilder gegen eine Spendenquittung überlassen wird. Diese Quittung kannst Du dann dem Finanzamt im Steuerbescheid präsentieren... :cry:

Geh zu einem guten Photoladen und lasse Abzüge anfertigen. Dabei warden die Negative digitalisiert - mit den Daten kannst Du Dir weitere Abzüge anfertigen lassen.

Es gibt sicher einen Markt für besondere Bilder aus der ersten Kriegszeit, könnte mir vorstellen das Flugzeugsammler für die gecrashed Aufnahme vielleicht bereit sind einen hohen zweistelligen Eurobetrag auszugeben. Vielleicht sogar schon dreistellig - aber das ist immer sehr schwierig hier einen Preis zu finden.

Viel Gluck mit der Verwertung

Grüße Harry

bwro
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Beitrag von bwro » Freitag 10. Juli 2015, 16:11

Hallo DeklanMö,

der Preis für Fotos hängt natürlich von den zu sehenden Motiven ab.

Bei einem zusammenhängenden Nachlaß sind aber nicht alleine die Motive preisbestimmend, sondern auch der Zustand und die Möglichkeit die Fotos zu Einheiten bzw. Kriegsschauplätzen zuzuordnen. Ein gut beschriftetes chronologisches Fotoalbum, wird auch ohne Highlights bei den Motiven ein paar Euro erziehlen.

Generell kenne ich Preise von 0,25€ bis in den dreistelligen Eurobereich.

Ggf. bin ich am Kauf interessiert, PN dazu habe ich gesandt.
Beste Grüße,
Bernd

"Ich bin einfach anders gestimmt als die Mehrheit meiner Mitmenschen. Ich kann nicht teilnehmen an dem, was sie Vergnügen nennen, denn es widert mich an und zerstört mein Wesen"
Ludwig II

Peterhans
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Dias sowie Fotoalben aus dem ersten Weltkrieg

Beitrag von Peterhans » Dienstag 26. März 2019, 18:21

Guten Abend,

es sind keine Dias, sondern Glasnegative. Damals wurden die Aufnahmen auf Glasplatten, die mit Fotoemulsion beschichtet waren, gemacht.

Gruß,

Manfred

Biebelstunde
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Dias sowie Fotoalben aus dem ersten Weltkrieg

Beitrag von Biebelstunde » Dienstag 1. Oktober 2019, 18:10

Glasdias sind bei Sammler unbeliebt, aber mit den richtigen Motiven lassen die sich auch verkaufen. Sehr gut verkäuflich sind Bilder mit Panzer. Auch Bilder von Feldflughäfen oder Flugzeuge aus einer anderen Maschine in der Luft fotografiert sind selten und deswegen auch gesucht.
Digitalisieren von Glasdias ist übrigens sehr teuer.

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