Chinesisch oder Japanisch?

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silberfreund
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Chinesisch oder Japanisch?

Beitrag von silberfreund » Dienstag 12. Februar 2019, 14:36

Ist diese 3.682 Gramm schwere ca. 35 cm hohe Figur chinesisch oder japanisch oder sonstwo her? Es könnte Bronze oder evtl. auch Eisenguß sein, weil die typische Bronze-Patina fehlt. Kann jemand die Marke enträtseln?
MfG silberfreund
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Chinesisch oder Japanisch?

Beitrag von nux » Dienstag 12. Februar 2019, 20:04

Hallo :slightly_smiling_face:

fange ganz klein an: was stellt das Mädel dar? das Instrument sieht entweder nach einem Sanxian aus (3 Wirbel, 3 Saiten, daher) Gäste sehen keine Links oder dem daraus entwickelten japanischen Analog Shamisen aus Gäste sehen keine Links

Da nicht nur die Häute, sondern auch die Spielweisen verschieden sind - beim Shamisen 三味線 werden die Saiten mit einem Plektrum (bachi 撥) angeschlagen - so sieht das aus, wie ein Eiskratzer ;) Gäste sehen keine Links

so hört sich das klassisch an Gäste sehen keine Links (Tsugaru Weltmeisterschaft)
so modern Gäste sehen keine Links
Heavy Metal Gäste sehen keine Links

Und denke, die Dame hat genau so etwas in der rechten Hand. Die Darstellung demnach vermutlich also eine japanische Shamisen-Spielerin. Mehr historische Bilder, die auch einen Teil der typischen Haartracht zeigen Gäste sehen keine Links

Die Zeichen bitte nochmal genau in umgekehrter Richtung fotografieren und auch den Boden dazu. Wie ist das mit magnetisch?


Erste Beispiele
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ein Zeichen könnte gleich sein Gäste sehen keine Links
da mit Hut Gäste sehen keine Links
auch Gäste sehen keine Links

Gruß
nux

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Chinesisch oder Japanisch?

Beitrag von silberfreund » Mittwoch 13. Februar 2019, 11:15

Hallo nux, vielen Dank für diesen außerordentlich informativen Beitrag zu meinem Post. Die Figur ist nicht magnetisch also wohl doch aus Bronze. Auch die Unteransicht scheint das zu bestätigen.
Eine jap. Shamisen-Spielerin! Mein erster Gedanke war Geisha, aber ich finde nichts zu der Kopfbedeckung.
Auch zum Alter kann ich nichts sagen.
Ich füge noch Fotos zur Bodenansicht und zur Marke bei.
MfG silberfreund
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Chinesisch oder Japanisch?

Beitrag von nux » Donnerstag 14. Februar 2019, 14:30

silberfreund hat geschrieben:
Mittwoch 13. Februar 2019, 11:15
finde nichts zu der Kopfbedeckung.
also, das dürfte ein solcher Strohhut sein - auf Holzschnitten sieht man das gelegentlich auch
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oder auch zum Tanzen Gäste sehen keine Links
man beachte den charakteristischen Kinnriemen; vermutlich hat sie den Hut, um besser spielen und ev. singen zu können, in den Nacken geschoben :upside_down_face:

Zu den Schriftzeichen - das oberste könnte ev. Lóng / lōng / lóng sein. Das gibt es als Namen(steil) oder mit zwei Bedeutungen (a) Trommelklang (b) großartig, erfolgreich
Das zweite - hm; sieht mir zwar irgendwie 'bekannt' aus (von Silberpunzen?), bekomme es aber bislang nicht hin. Und nur mit dem einen kommt man schlicht nicht gut weiter.

Du hast bei so was aber immer auch die Möglichkeit technischer Hilfe via OCR online oder per App. Dazu ordentlich abzeichnen und digitalisieren. Weiterlesen dazu z.B. dort Gäste sehen keine Links und/oder da Gäste sehen keine Links
Das stößt halt aber andererseits oft auch an Grenzen, wenn man es nicht mit simplified sondern mit traditional Chinese zu tun hat.

silberfreund
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Chinesisch oder Japanisch?

Beitrag von silberfreund » Freitag 15. Februar 2019, 10:51

Hallo nux, also ein Strohhut, vielen Dank. Bevor ich mich in die komplizierte OCR-Sache gestürzt habe, habe ich die Bilder einem chinesischen Bekannten (Professor für Computerwissenschaften in Kanada) geschickt, der mir u.a. folgendes geantwortet hat: Die Marke auf der Bronzefigur sei ein jap. Name "Takami" und zur Marke auf dem Boden der kleinen Dose schreibt er "Qianlong 1736-1795". Ich war überrascht, weil ich Ihm Kenntnisse auf diesem Gebiet eigentlich gar nicht zugetraut hatte. Kann das stimmen? Zu Takami habe ich nichts gefunden.
MfG silberfreund

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Chinesisch oder Japanisch?

Beitrag von nux » Freitag 15. Februar 2019, 14:28

silberfreund hat geschrieben:
Freitag 15. Februar 2019, 10:51
zur Marke auf dem Boden der kleinen Dose schreibt er "Qianlong 1736-1795".
fange damit an: das hatte ich Dir ja schon im Detail aufgezeigt, was drauf steht https://www.dieschatzkisteimnetz.de/vie ... 694#p91694 - nur, ob dieses Döschen mit einer roten 4er-marke aus der Originalzeit sein kann, dass weiß ich nicht. Meine wirklich bescheidenen Kenntnisse würden erstmal nicht denken, aber weder ist das Foto aussagekräftig genug noch kann man eigentlich von Bildern als Laie wirklich was sagen. Wie schon an anderer Stelle ausführlich geschrieben: das muss wer in die Hand nehmen können, der sich richtig auskennt und Scherben, Marke & Malerei beurteilen kann.
silberfreund hat geschrieben:
Freitag 15. Februar 2019, 10:51
Die Marke auf der Bronzefigur sei ein jap. Name "Takami"
:thinking: - umpf - wär ich auch im Umkehrschluss nie drauf gekommen; ist eine schöne, aber eigenartige Kombination - gut, dass Du wen fragen konntest ;)

also ab ins Wörterbuch, nachsehen Gäste sehen keine Links und da rechts unter 'Names' tatsächlich ganz oben rechts die beiden Zeichen drin. Also mehr Namen ansehen Gäste sehen keine Links
Der erste, der Politiker hat den Nachnamen - Gäste sehen keine Links

das bisher fehlende ist das = Schönheit Gäste sehen keine Links [aber ich weiß jetzt endlich woher ich es kenne: auf Chinesisch Měi​ - Amerika (Abk. für 美洲 Měi​zhōu) oder eben auch für schön. Sei's drum]

das erste darinwas ich (chinesisch) oben ja schon beschrieben hatte, ist japanisch tw. ebenso, also nobel, erfolgreich Gäste sehen keine Links

Ok, setze also zusammen Gäste sehen keine Links & schaue nach 隆美 - upps, da kommt zuerst bisschen schräg was bei raus, den Nachname Rommel enthält sie beiden Zeichen auch :#
Ansonsten bisher Fehlanzeige. Alles andere Professionen. LongMei oder Takami, beides. Werd später nochmal gucken, interessiert mich nu abba auch :upside_down_face:

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