Zylinderbuerau aus dem Norden

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reas
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Zylinderbuerau aus dem Norden

Beitrag von reas » Donnerstag 5. März 2020, 22:45

Blaumaler hat geschrieben:
Donnerstag 5. März 2020, 00:24
das habe ich noch nie gemacht, zum Üben ist mir das hier zu schade, da hole ich mir Hilfe.
Wiebke möchte es aber alleine machen, nicht um die Restauratoren und ihr tolles Handwerk nicht zu unterstützen sondern weil es ihre Leidenschaft ist... und gerade so ein großes Stück ist tolles Übungsstück für die Schellackpolitur.
nux hat geschrieben:
Donnerstag 5. März 2020, 17:18
nehme es ganz unprofessionell mit Nagellackentferner wieder ab.
meinst Du jetzt das Orangenöl? Für Öle ist Aceton der ja im Nagellackentferner enthalten ist sehr gut zum entfernen.

Liebe Wiebke Du hast bis jetzt wirklich tolle Leistung gebracht!
Die Klotzfüße finde ich auch passend, würde noch die Kanten etwas anschleifen, wirken dann nicht mehr neu. Das Maserholz hat jetzt seine ursprüngliche Färbung, es sieht immer nach der Lackabnahme kommisch aus, würde da nichts farblich anpassen, es wird toller Kontrast zum Rest, was ja auch die Absicht war.

Du weißt ich liebe deinen Sekretär!

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mia_sl
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Zylinderbuerau aus dem Norden

Beitrag von mia_sl » Donnerstag 5. März 2020, 23:25

Sehr schön und sauber, Wiebke. 👍
Wenn du nicht gerade Wackersteine in die Schubladen packst, dann werden die auch ohne eine mittlere Laufleiste gut funktionieren.
Und selbst wenn du mittig noch eine Leiste einziehst, das würde selbst eine dünne Rückwand locker tragen, denn das Gewicht verteilt sich ja dann auf drei Leisten.
Gruß Mia

Idealist47
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Zylinderbuerau aus dem Norden

Beitrag von Idealist47 » Freitag 6. März 2020, 00:37

Ein gutes Ergebnis, welches ich auf deinen Fotos sehe, danke dir fürs posten

Du hast dich entschieden, dieses neue Holz zu patinieren. Ich habe früher auch so gearbeitet. Auf dem Collage für Restaurierung u. Konservierung in Irland habe ich erfahren... Dort hat man nur stetig sichtbare reparierte Stellen patiniert. Die folgenden Generationen
sollten diese auch erkennen dürfen, wenn es natürlich fachlich solide ausgeführt wurde.
Würde auch, wie @reas schon sagte, die neuen Füsse künstlich etwas altern. Da gibt es einige Tips zu berichten. Aber alles ein Frage
des persönlichen Geschmacks

Gute Nacht
Martin
Restaurator im Handwerk ``Holzobjekte`` / Flechtwerkgestalter

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Zylinderbuerau aus dem Norden

Beitrag von Emmi » Freitag 6. März 2020, 01:11

Der neue Sockel aus Esche gefällt mir ausgezeichnet. Ein bissschen sieht er aus wie eine Palette, also wie ein Werkzeug für den Transport des Möbels, ein bisschen wie ein Tablett, das das Möbel präsentiert. Linienführung und Proportionen nehmen diejenigen des Möbels auf. Insgesamt herrscht Harmonie. Künstlich altern lassen? Dann sähe das neue Material ja älter aus als das Möbelstück untenherum selbst. Bestimmt gäbe es bei einem Ideenwettbewerb viele wirklich tolle Ideen, aber nicht alle wären wib gemäß. Ich würde die Sockel-Lösung nicht mehr verändern.

:clap:

Emmi

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Zylinderbuerau aus dem Norden

Beitrag von wib » Freitag 6. März 2020, 10:53

Moin Zusammen,
danke für die viele Rückmeldungen, ich freue mich sehr.
reas hat geschrieben:
Donnerstag 5. März 2020, 22:45
Die Klotzfüße finde ich auch passend, würde noch die Kanten etwas anschleifen, wirken dann nicht mehr neu.
Ich war erst etwas unsicher, ob ich es mit der Schlichtheit und den Klotzfüßen nicht übertrieben habe, aber der Sekretär ist in seiner Grundform horizontal ausgerichtet und schlicht gehalten, dass wollte ich aufgreifen.
Emmi hat geschrieben:
Freitag 6. März 2020, 01:11
Ein bissschen sieht er aus wie eine Palette, also wie ein Werkzeug für den Transport des Möbels, ein bisschen wie ein Tablett, das das Möbel präsentiert.

Lach - dass ist meinem Mann auch schon eingefallen; er findet der Sockel passe gut zum Europalettenbett meiner Tochter :grin:

Schön, dass es euch diese Lösung gefällt.

Sockel und Füße sind noch im "Rohbau". Das Angleichen der Oberflächen mache ich erst später, wenn die Holzarbeiten abgeschlossen sind und alle Farb, Wachs + Dreckreste entfernt...
Idealist47 hat geschrieben:
Donnerstag 5. März 2020, 17:21
Anilin ist ein älterer Begriff.
Das Ausgangsmaterial ist Teer. Unter Spiritusbeizen wird man fündig.
Sieh an, wieder was gelernt- Spiritusbeize, Nußbaum hell, steht noch bei mir im Regal :)

Idealist47 hat geschrieben:
Freitag 6. März 2020, 00:37
Dort hat man nur stetig sichtbare reparierte Stellen patiniert. Die folgenden Generationen
sollten diese auch erkennen dürfen, wenn es natürlich fachlich solide ausgeführt wurde.

Ein sehr interessanter Gedanke - den ich aufgreife. Ich hab ja auch Bedenken, den neugefertigten Sockel zu befestigen und werde ihn tatsächlich wie ein Tablett benutzen, auf dem der Sekretär seht. Eine Überlegung von mir ist zudem, am Ende der Restaurierung unter einen Schubkasten einen Zettel zu kleben, auf dem steht, was mir über das Möbelstück bekannt ist/ was restauriert wurde. So wie die alten Frachtzettel, die man manchmal auf alten Möbeln noch findet.

Liebe Grüße
Wiebke

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Zylinderbuerau aus dem Norden

Beitrag von nux » Freitag 6. März 2020, 14:54

reas hat geschrieben:
Donnerstag 5. März 2020, 22:45
meinst Du jetzt das Orangenöl? Für Öle ist Aceton der ja im Nagellackentferner enthalten ist sehr gut zum entfernen.
ja; aber habe auch festgestellt, dass es eigentlich fast egal ist, ob einer mit oder ohne Aceton - will sagen, ich merke eben keinen wesentlichen Unterschied. Eher schon, aber sehr geringfügig auch nur, welche 'Marke' bzw. eben keine, weil für die Zwecke mir preiswerte Irgendwasse langen :upside_down_face:

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Beitrag von reas » Freitag 6. März 2020, 15:50

nux hat geschrieben:
Freitag 6. März 2020, 14:54
aber habe auch festgestellt, dass es eigentlich fast egal ist, ob einer mit oder ohne Aceton
Wahrscheinlich enthalten die ohne Aceton irgendein anderes Ersatz Lösemittel, von irgendwas muss ja der Nagellack ab.
Isopropanol ist auch guter Ölentferner.

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Zylinderbuerau aus dem Norden

Beitrag von wib » Mittwoch 11. März 2020, 10:49

Moin,
ich habe begonnen die Fehlstellen auszugleichen und wollte euch das mal zeigen:
Tür im Ursprungszustand:
Tür.jpg
und jetzt:
tür 3.jpg
Für die Türkante mit "Einruchsspuren" wäre ich für Tips dankbar:
Tür kante.jpg
Wie ihr seht sind diese Kerben flach und durchgehend. Ich bin etwas ratlos wie/ob ich sie kaschieren sollte. Wenn ich das Holz in der richtigen Wuchsrichtung einleimen möchte, bekomme ich sehr kurze Fasern und leime Hirnholz auseinander. Einfach auspachteln und das Furnier ergänzen? Oder als Zahn der Zeit so lassen und den Übergang zum neuen Furnier abrunden?

Viele Grüße
Wiebke

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Zylinderbuerau aus dem Norden

Beitrag von mia_sl » Mittwoch 11. März 2020, 10:59

Mich würde das wahrscheinlich auf Dauer stören, das sieht so angeknabbert aus.
Und da du ja schon daneben ein neues Stück Furnier eingeleimt hast, wûrde ich das auch reparieren.
Ausspachteln, das Funier ausschneiden, so dass du ein schmales Rechteck hast und neues Furnier aufleimen.
Schön retuschiert, wird man es nicht mehr sehen. :slightly_smiling_face:
Gruß Mia

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Zylinderbuerau aus dem Norden

Beitrag von reas » Freitag 13. März 2020, 20:35

Hallo Wiebke,

das Furnierstück hast Du schon mal sehr schön gemacht.. würde auch die anderen fehlenden Stellen reparieren... denke nicht dass sie zu groß sind also ausspachteln geht und unbedingt furnieren ;)

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