Rundhelm mit drei Federn als Beschauzeichen - vielleicht Stadt Landshut
Forumsregeln
Um eine möglichst präzise Bestimmung deiner Silberstempel und Punzen zu gewährleisten, beachte bitte folgende Regeln:
Bilder des Gegenstands: Stelle Bilder des gesamten Silbergegenstands zur Verfügung.
Makroaufnahmen der Punzen: Fotografiere alle Punzierungen als Makroaufnahme einzeln, damit die Details gut erkennbar sind.
Informationen : Gib zu Anfragen alle vorhandenen Informationen an, z.B. Gewicht, Abmessungen und Fundort bzw. Herkunft
Wertbestimmung:
Beachte bitte, dass eine exakte Wertbestimmung im Forum schwierig ist, da der Silberpreis und der Geschmack der Käufer variieren. Wir helfen dir aber gerne, Informationen zu Hersteller, Herkunftsland und Alter zu finden, um den ungefähren Zeitwert besser einschätzen zu können.
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- Køx Offline
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Rundhelm mit drei Federn als Beschauzeichen - vielleicht Stadt Landshut
Ich bin neu hier im Forum habe aber schon häufig als Externer die extrem kenntnisreichen Beiträge der Mitglieder zu verschiedenen Themen genutzt.
Nun würde ich mich gerne selbst mit einer Frage zu einem altem Besteck, daß ich vor kurzem gekauft habe, an die Community wenden, da ich weder das Beschauzeichen noch die Herstellerpunze identifizieren kann:
Das Beschauzeichen ist ein Rundhelm mit drei Federn oder Kugeln als Helmzier in einem Oval und das Meisterzeichen ist zweimal der Buchstabe S - in zwei unterschiedlichen Formen: einmal als Großbuchstabe S in Schreibschrift, einmal in Kapitälchen.
Scheinbar sind die Messerklingen um die Jahrhunderwende einmal getauscht worden, denn sie sind neueren Datums - von Richard Abraham Herder in Solingen.
Bei Marc Rosenberg habe ich ein Beschauzeichen ähnlich der Stadt Landshut gefunden, jedoch aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts - was mir für die Besteckform wiederum als zu alt erscheint. Bei der Herstellerpunze erweist sich die Kombination der beiden Großbuchstaben S als wenig hilfreich, weil man ständig auf irgendwelchen einschlägigen Seiten landet.
Falls mir einer von Euch helfen könnte wäre ich extrem dankbar,
Viele liebe Grüße und ein entspanntes Wochenende!
- Silberpunze Offline
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Rundhelm mit drei Federn als Beschauzeichen - vielleicht Stadt Landshut

Also Ja, Herzlich willkommen und Dein Beitrag zeigt, dass Du kein Anfänger bist.
Trotzdem würde ich mich freuen, wenn Du noch mal versuchen würdest, die Marken so mit Deiner Kamera in Großaufnahme aufzunehmen, dass ich sie in mein Nachschlagewerk aufnehmen kann.
Das Besteck dürfte etwa um 1820-1840 entstanden sein.
Die Initialen SS passen zu Simon Spitzlberger.
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S.202
Am 21. März 1867 ist er im 85. Lebensjahr gestorben.
- Køx Offline
- Neuling
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Rundhelm mit drei Federn als Beschauzeichen - vielleicht Stadt Landshut
Vielen Dank für Deine superschnelle, kenntnisreiche Antwort - mega beeindruckend!
Ich habe versucht von den Schlagstempeln etwas bessere Photos zu machen und sie hoch zu laden.
Anhand der zwei Stempel könnte man aber nichts über den Feinsilbergehalt aussagen - wahrscheinlich aber 13Lot bei Besteck aus der Zeit?
Bin auf jeden Fall total happy über Provenienz und Datierung - vielen lieben Dank und noch einen schönen Samstag!
- Silberpunze Offline
- Spezialist für deutsche Gold- und Silberschmiedemarken
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Rundhelm mit drei Federn als Beschauzeichen - vielleicht Stadt Landshut
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- nux Offline
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Rundhelm mit drei Federn als Beschauzeichen - vielleicht Stadt Landshut
da mitlese & bei mir der Zeitungs-Link nicht ging, vllt. noch diese Abkürzungs-Alternativen für die Sterbeanzeige des genannten & gewesenen Silberarbeiters und die Danksagung dazu
Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- u. Anzeigeblatt 1867 [Gäste sehen keine Links]
Landshuter Zeitung, Thomann, 1867 [Gäste sehen keine Links]
Gegeben hat es ihn bereits 1828 - gibt man da bei der Volltextsuche Silberarbeiter ein, scheint er auf den org. S. 34 und 237 z.B. auf [Gäste sehen keine Links]
geht man noch in die Hauptsuche des MDZ, dann ist er als Privatier und Hausbesitzer ab 1858 genannt
Gruß
nux
- Køx Offline
- Neuling
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Rundhelm mit drei Federn als Beschauzeichen - vielleicht Stadt Landshut
Guter Tip mit der hellen Fläche - werde ich auf jeden Fall berücksichtigen.
Daß damals in den unterschiedlichen Teilen Deutschlands regional verschiedene Lötigkeiten gebräuchlich waren wußte ich ebenfalls nicht.
Und Nux: Perfekt auch die Links zu den Archiven - habe mir die entsprechenden Seiten kopiert. Genial, wenn man weiß, wo man nachschauen kann.
Euch beiden nochmals vielen Dank, daß Ihr Eure Expertise geteilt habt,
LG und einen schönen Abend.
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