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Japanisches Teeservice - Bitte um Hilfe bei Altersbestimmung

Entdecke die Geheimnisse deiner Porzellanschätze! 🗝️ In diesem Forum dreht sich alles um die Bestimmung von Porzellanmarken und Porzellanstempeln. Egal ob du Sammler, Liebhaber oder einfach nur neugierig bist – hier findest du Antworten auf deine Fragen!

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Bilder des gesamten Objekts: Stelle gute Bilder des gesamten Porzellanobjekts zur Verfügung.
Makroaufnahmen von Stempeln und Signaturen: Fotografiere alle Markierungen als Makroaufnahme einzeln, damit die Details gut erkennbar sind.
Stempel unter der Glasur? Gib an, ob sich die Stempel unter der Glasur befinden.
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Japanisches Teeservice - Bitte um Hilfe bei Altersbestimmung

Beitrag von Binerl66 »

Hallo liebe Porzellankenner !

Nachdem ich hier schon mehrfach tolles Feedback erhalten habe, kann mir vielleicht auch hier bei der Alterszuordnung jemand behilflich sein. Das abgebildete japanische Teeservice (6 Tassen+Untertassen und 1 Teekanne) war im Besitz meiner Oma, die es mir in den 1980er Jahren geschenkt hat. Sie meinte damals ich möge aber darauf aufpassen. Kann viel und nichts heißen :-) . Letztendlich habe ich es 2019 bei einer Internet-Experten-Seite beurteilen lassen, welche zu dem Ergebnis kam, dass das Service aus 1960 wäre und ich 100-200 Euro bei einem Verkauf erzielen könne. Ich stellte es wieder zurück in meine Vitrine weil ein Verkauf sowieso eigentlich nicht angedacht war. Jetzt bin ich über Google-lens (kannte ich damals noch nicht, oder gab es noch nicht?) zum aller ersten Mal auf die selbe Bodenmarke und so eine Tasse gestoßen mit genau dieser Innenmalerei. Ein Einzelstück bei Etsy. Hier wird von einer "Satsuma Moriage Teetasse" geschrieben und "Vintage 1920". Jetzt bin ich wieder verunsichert. Die Einzeltasse wird um € 70,-- angeboten - wäre meiner Meinung nach dann ja mein Service höher zu bewerten. Was wie gesagt aber nicht vorrangig wichtig für mich ist. Viel mehr hätte mich das tatsächliche Alter interessiert. Die Bodenmarke konnte ich sonst nirgens im Netz finden und auch jetzt erstmalig eben eine Tasse die innen so bemalt wurde. Vielleicht ist hier ja jemand erfahrener und kann das Alter zuordnen? Oder kann mir sagen was nun eher wahrscheinlich ist, 1960 oder 1920 ? Wobei ich fast nicht glaube dass es 1920 schon so eine Teekanne gegeben hätte, aber was weiß man. Würde mich sehr freuen.
Liebe Grüße
Sabine
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Japanisches Teeservice - Bitte um Hilfe bei Altersbestimmung

Beitrag von Binerl66 »

Hallo,
1 Foto wollte nicht mit :-)
Anbei die Innenmalerei , LG Sabine
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Japanisches Teeservice - Bitte um Hilfe bei Altersbestimmung

Beitrag von nux »

Hallo 🙂

Satsuma-Stil, ja, aber halt als als Porzellan für den Export ab einer bestimmten Zeit Anf. des 20. Jh.; ursprünglich war das Keramik [Gäste sehen keine Links]

Moriage auch - meint diese Art der Emailmalerei mit Erhöhungen. Ganz genau zeigt eines der bekanntesten Verzeichnisse für japanische Porzellanmarken diese hier mit den Bergen nicht. Aber die Zeichen sind klar mit 大日本 Dai Nihon (= Nippon) für Großes Japan. Wenn Du dort ca. 1/4 runterscrollst, steht dort etwas zur zeitlichen Einordnung solcher generischer Marken [Gäste sehen keine Links] - d.h. hauptsächlich in den 1920ern bis ca. Anf. der 1940er Jahre in Gebrauch.

Durch die Bemalung der Tassenböden kann man leider nicht mehr beurteilen, ob sich darin auch Lithophanien befinden - meist Köpfe von Geishas, die bei Durchlicht sichtbar werden. Hier die Motive sind irgendwelche ehrenwerten Damen & Herren, sowas kann von höfisch über Gelehrte bis hin zu noch was reichen; Geishas und Samurai z.B. da kenne ich mich im Detail nicht mit aus. Bekannter (und tw. gefragter) bei moriage sind auch sog. Dragonware-Service - da zum Ansehen, auch eine so eine Geisha-Lithophanie mit gezeigt [Gäste sehen keine Links] - damit Du das bei Angeboten gleich unterscheiden kannst.

Weiß nicht, was Du wo gesehen hast (verlinken zu empfehlen), aber grundsätzlich sind Angebote auf Plattformen wie ebey, etzy u.a. Wunschpreise. Verlangen kann jeder, was er mag; private und gewerbliche Anbieter sind schonmal der erste Unterschied von weniger und oft mehr. Wichtiger ist Verkaufserlöse zu ermitteln und zu schauen von welchen vorhandenen Mengen aus wie viel umgeschlagen wird. D.h. wie groß oder weniger die Begehrlichkeit von Käufern nach dies, das oder jenem überhaupt ist.

Angebote, Verkäufe, Bedarf und Erlöse - alles kann je nach Land und Region auch kpl. unterschiedlich sein. Das vergessen manche bei heutzutage globalisierter Rundschau.
Was in USA läuft (wo es auch viel mehr davon gibt, es auch einen anderen Stellenwert hat, Geschmäcker verschieden sind), ist mit hier in DE oder AT sehr oft nicht vergleichbar. Mit vielen Angaben von Verkäufern sollte man auch grundsätzlich erstmal vorsichtig sein; das reicht von einfach Unwissenheit bis hin zu ausgesprochenen nur-Marketing-Sprüchen. Gerade beim Alter, yeah, sure, alles antik und 19. Jh. oder schlimmer. Aus Lithophanie wird Lithographie etc.

Aktuelle Situation auf ebey, Vorauswahl EU, was kommt mit Satsuma (sortiert aufsteigend) [Gäste sehen keine Links]
Verkäufe? nicht so die Masse wenn man genauso guckt [Gäste sehen keine Links] - und wenn Du Dich fragst, warum die Drachen da so abgegangen sind, schau genau [Gäste sehen keine Links] - ja, das ist antik und das ist originäre Satsuma-Keramik.

Anders, also alles und dann absteigend sortiert [Gäste sehen keine Links] - und da muss man dann wirklich genau hinsehen, ob die Verkäufe echt waren oder nicht (oder wieder eingestellt wurden) - da schau halt durch, ob was Ähnliches ging.

Satsuma Sets in den USA über 600, kannst ja verschiedene Sortierkriterien mal dran ausprobieren und anschließend nach Verkäufen gucken [Gäste sehen keine Links]

bei willhaben auch noch 400 Anzeigen etwa [Gäste sehen keine Links] - da kann man halt nicht sehen, wie viel es dann gegeben hat.

So in etwa ein paar Wege, sich Einblicke zu verschaffen

Gruß
nux
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Japanisches Teeservice - Bitte um Hilfe bei Altersbestimmung

Beitrag von Gelegenheitssammler »

nux hat geschrieben: Donnerstag 20. März 2025, 00:42 Aber die Zeichen sind klar mit 大日本 Dai Nihon (= Nippon) für Großes Japan.
Hallo nux,
kannst Du das erklären? Vielleicht lässt sich ja dadurch die Zeit eingrenzen.
Statt 大日本 (Dai Nihon), steht hier 本日大 (Běnrì dà?). Das wird mir wahlweise als "das Große" oder "Universität Tokio" übersetzt. 🤯

Beste Grüße
Der Gelegenheitssammler
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Japanisches Teeservice - Bitte um Hilfe bei Altersbestimmung

Beitrag von Binerl66 »

So in etwa ein paar Wege, sich Einblicke zu verschaffen

Gruß
nux
[/quote]

Hallo lieber "nux" !

Vielen vielen vielen Dank für diese ausführlichen Infos dazu ! Damit habe ich jetzt gar nicht gerechnet !
Mein Thema war, dass ich weder diese Bodenmarke noch Tassen mit diesem Menschen am Boden gefunden hatte. Und eben jetzt zum ersten Mal. Mir ist klar dass hier Unmengen angeboten wird und zu utopischen Preisen zum Teil, die jeder Berechtigung entbehren. Die Amerika-Ebay Seite hatte ich allerdings noch nie im Visier, das ist interessant, hier gibt es gleich beim ersten Service einen bemalten Boden in der Tasse der eben nicht mit der Geisha, die oft zu finden ist, bemalt ist. Dankeee ! Da werde ich jetzt noch mal stöbern! Irgendwie bin ich ja kein Fan von diesen Servicen, aber es steht da jetzt bei mir am Tisch und sieht doch eigentlich ganz nett aus :-) . Ob ich es verkaufe weiß ich nicht, ich wollte vor allem eine richtige Altersbestimmung herausfinden - und da scheint mir 1960 jetzt doch nicht richtig (wie mir dieser Experte geschrieben hat). Also zumindest 20 Jahre vorher wenn ich es jetzt in der Eile richtig gelesen habe. Ich muss Deine vielen Links in Ruhe durchgehen - leider geht das erst wenn ich meine Arbeit (noch steck im im Berufsleben fest ggg) gemacht habe. Aber dann werde ich stöbern.
Herzlichst und einen wunderschönen Tag gewünscht, Sabine
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Beitrag von Binerl66 »

Gelegenheitssammler hat geschrieben: Donnerstag 20. März 2025, 08:24
nux hat geschrieben: Donnerstag 20. März 2025, 00:42 Aber die Zeichen sind klar mit 大日本 Dai Nihon (= Nippon) für Großes Japan.
Danke für den Beitrag...... sehr interessant :-) LG Sabine

Hallo nux,
kannst Du das erklären? Vielleicht lässt sich ja dadurch die Zeit eingrenzen.
Statt 大日本 (Dai Nihon), steht hier 本日大 (Běnrì dà?). Das wird mir wahlweise als "das Große" oder "Universität Tokio" übersetzt. 🤯

Beste Grüße
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Japanisches Teeservice - Bitte um Hilfe bei Altersbestimmung

Beitrag von nux »

Gelegenheitssammler hat geschrieben: Donnerstag 20. März 2025, 08:24 kannst Du das erklären? Vielleicht lässt sich ja dadurch die Zeit eingrenzen.
Statt 大日本 (Dai Nihon), steht hier 本日大 (Běnrì dà?). Das wird mir wahlweise als "das Große" oder "Universität Tokio" übersetzt. 🤯
versuchen kann ich es, aber das auseinanderzufisseln ist geschrieben länger als jeder Schlangenschwanz ... und ob das klarer wird, überlasse ich dann Dir. Denn eigentlich ist es nur ein Denkfehler samt u.U. der Verlass auf Maschinchen

... also: japanische Zeichen werden regulär entweder von oben nach unten (und die Spalten dann von rechts nach links) oder traditionell waagerecht von rechts nach links <--- geschrieben und gelesen. Hier also entsprechend abgelesen und senkrecht; das ist die richtige Reihenfolge 'zum Verstehen'
大 = dai = groß
日 = ni = Sonne
本 = hon = Ursprung

die beiden letzten Zeichen zusammen 日本 das bekannte Nihon = Nippon damit in der Bedeutung von 'wo die Sonne ihren Ursprung hat', poetisierend eben Land der aufgehenden Sonne/land of the rising sun.
Hinzu kommt aber auch, dass viele Kanji-Einzelzeichen eh schon mehrere Bedeutungen haben können. 日 bspw. kann auch Tag heißen u.a.. Das Land, wo der Tag beginnt, wäre auch nicht völlig verkehrt interpretiert. Und je nachdem mit welchem/welchen sie und auch in welcher Reihenfolge zusammengesetzt werden, kann das kpl. andere 'Wörter' und Inhalte ergeben. Aber auch - manchmal wird das erste Zeichen in einem aus zweien zusammengesetzten Begriff schlicht als Abkürzung für das ganze verwendet.

Dazu auch [Gäste sehen keine Links] - dort wird zwar erwähnt, dass 'modernes' Japanisch auch die (westliche) Schreibweise von links nach rechts adaptiert hat. Eine zeitliche Grenzziehung kann man da - i.Ggs. zu Chinesisch, da ab der Schriftreform 1955 - glaub nicht so richtig machen; der Übergang ist fließender. Marken auf Porzellan chinesischen Ursprungs kann man daher anhand der Schreibrichtung der Zeichen ggf. als 'nachher' einordnen. D.h. aber umgekehrt nicht, dass wenn die traditionelle (oben-unten oder links-rechts) vorhanden ist, das 'vorher' sein muss.

Was ich (nur, aber weil wissend darum) gemacht habe, ist, die Zeichen - so wie abgelesen - in umgekehrter (westlicher) Reihenfolge in meinen Text einzufügen. Das kann dann auch ein Translator korrekt erkennen, inkl. Ausgangssprache

Großartiges Japan.webp
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Great Japan.webp
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Was Du getan hast, ist, die 'optische' Reihenfolge in den Text zu stellen, was - so dann abgelesen - das Ganze bei Maschinenübersetzern eh schonmal (meist) sinnverkehrt macht.
Japanisch 本日 = heute, das groß 大 bleibt, also ist es heute großartig. So what, aber das steht da eben von der Bedeutung her nicht.

Danebener bis unverständlich und eben irreführend wird es aber dadurch - das kann man sofort am latinisierten Pinyin-Text sehen (weil da nicht die gleichen 'gesprochenen' Silben kommen), dass Dein Übersetzer dabei Chinesisch als Ausgangssprache nimmt. Da japanische Kanji zwar von chinesischen Zeichen herrühren, sind Bedeutungen oft noch gleich oder ähnlich. Aber es gab auch viel Evolution dabei und manche stimmen inzwischen fast gar nicht mehr überein.

dort sagt man 本 = běn​ - einzeln mit ziemlich ähnlicher Bedeutung: Wurzel, Stamm, Herkunft, Quelle, und in Zusammensetzungen (gebundenen Formen) weitere darüber hinaus.
Und 日 = rì​, ebenfalls rel. gleicher Bedeutung von Sonne, Tag, Datum etc. - aber auch 日 = Rì​ als Abkürzung für 日本 = Japan
大 = dà​ bleibt groß / großartig

je nachdem welchen Translator Du nun verwendet hast - auch deepl meint es wäre Chinesisch wenn man dem das füttert - kommt halt ein anderer Sinn dabei heraus. Auch je nachdem, wie der Automatismus dann Zeichen meint zusammenziehen zu wollen. Daher halt (immer) darauf achten, dass die Ausgangssprache stimmt
der heutige große Tag.webp
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ImTranslator z.B. erkennt immer noch Japanisch, denkt sich aber wie es aussieht auch was aus zwei Abkürzungen aus. Macht aus 日大 Japan Universität (wobei eigentlich ja 日本 Nihon und 大学 Universität)
Nihon university.webp
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Insofern - hier oder generell bei japanischen und chinesischen Zeichen muss man erst das Alter wissen, um sie maschinenlesbar orientiert abzuschreiben. Und wenn man einer Ausgangssprache nicht mächtig ist: zuerst in EN übersetzen, darauf bauen Übersetzer auf. Das erst lesen und ggf. dann in einem zweiten Schritt Texte separat in andere Sprachen wie Deutsch überführen (dann kann man das abgleichen). Und zur Sicherheit immer Wörterbücher (aller drei Sprachen) daneben offen haben zwecks Einzelabklärung.

Ansonsten - hinsichtlich des Alters hatte ich ja auf gotheborg verwiesen. Auch m.M. ist solch ein Geschirr wahrscheinlicher vor '45 entstanden; die Farbe und Art der Stempel wird im späteren Verlauf unüblich bzw. ändert sich völlig. Geschirre erscheinen optisch auch anders. Ein mögliches zeitliches Kriterium - Lithophanien - kann man hier halt nicht mit heranziehen, da die Böden innen übermalt sind. Die gab es nämlich nach bisherigen Erkenntnissen erst ab Mitte der 1930er Jahre und bis max Anf. der 1960er.

Aber wie immer: für eine sichere(re) Einordnung sollte oder muss man eigentlich Experten im richtigen Leben & die mit in die Hand nehmen können konsultieren. Zumal der Bodenstempel in mehreren mir zugänglichen Verzeichnissen nirgendwo mit gelistet aufscheint. Nur auf online zu setzen und wie hier Hobbyisten zu befragen ist nicht der Weisheit letzter Schluss.
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Beitrag von Gelegenheitssammler »

nux hat geschrieben: Donnerstag 20. März 2025, 14:58 hier oder generell bei japanischen und chinesischen Zeichen muss man erst das Alter wissen, um sie maschinenlesbar orientiert abzuschreiben
Danke nux für Deine ausführliche Erläuterung. Dann werde ich wohl eher nicht mehr mit den Übersetzungdprogrammen abmühen, soweit es um japanisch geht.
Ich habe noch eine ganz aufschlussreiche Seite zum Thema gefunden - und entschuldige bitte, dass ich die nicht zuvor konsultierte.😊
[Gäste sehen keine Links]

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Der Gelegenheitssammler
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Beitrag von Binerl66 »

Ansonsten - hinsichtlich des Alters hatte ich ja auf gotheborg verwiesen. Auch m.M. ist solch ein Geschirr wahrscheinlicher vor '45 entstanden; die Farbe und Art der Stempel wird im späteren Verlauf unüblich bzw. ändert sich völlig. Geschirre erscheinen optisch auch anders. Ein mögliches zeitliches Kriterium - Lithophanien - kann man hier halt nicht mit heranziehen, da die Böden innen übermalt sind. Die gab es nämlich nach bisherigen Erkenntnissen erst ab Mitte der 1930er Jahre und bis max Anf. der 1960er.

Aber wie immer: für eine sichere(re) Einordnung sollte oder muss man eigentlich Experten im richtigen Leben & die mit in die Hand nehmen können konsultieren. Zumal der Bodenstempel in mehreren mir zugänglichen Verzeichnissen nirgendwo mit gelistet aufscheint. Nur auf online zu setzen und wie hier Hobbyisten zu befragen ist nicht der Weisheit letzter Schluss.
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Hallo @nux !
Ich hoffe es ist okay dass ich jetzt den Großteil des Textes bei meiner Antwort entfernt habe, weil das dann so viel doppelter Text wäre. Wahnsinnnn wie toll diese ausführliche Erklärung, auch wenn ich mich sehr konzentrieren muss um all dem zu folgen ;-). Finde es aber gigantisch was man aus 3 Zeichen an Erklärung herausholen kann und danke vielmals dafür! Ich hoffe ich habe die letzten Sätze richtig verstanden dass es sich zumindest Deiner Meinung nach um vor 1945 handelt, jedenfalls aber vor 1960. Ehrlicher Weise würde ich mich gar nicht richtig trauen diese dünnen Tassen zu transportieren, aber schlussendlich, wenn ich Gewissheit möchte würde ich das wohl tun müssen. Was ich natürlich auch durchaus verstehe. Ich möchte mich jedenfalls herzlich bedanken für so viel Input - werde aber all das wohl noch mehrmals lesen müssen damit ich alles verstehe :-) Ganz ❤liche Grüße, Sabine
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Beitrag von nux »

gern geschehen, wenn's denn für Dich und andere jetzt oder später mal etwas zur Aufklärung beitragen kann
Binerl66 hat geschrieben: Donnerstag 20. März 2025, 16:25 weil das dann so viel doppelter Text wäre.
mhm, alles ok - ein Tipp dazu - nicht einfach nur auf 'zitieren' gehen', sondern mit dem cursor bloß erst etwas/relevanten Text, auf den man reflektiert markieren und dann auf den Zitierbutton - dann wird nur das eingefügt. Tipp 2: es ist 'die' nux (von Nuss) 😉
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